Im Mai findet das Bitcoin Halving 2020 statt. Ein Ereignis, dem in Coronazeiten besondere Bedeutung zukommt, denn es steht der aktuellen Krisenpolitik an den Finanzmärkten konträr gegenüber – und könnte deshalb umso interessanter sein.

Das Bitcoin Halving – Faktenwissen hilft bei der Einschätzung

Wer die möglichen Folgen des Bitcoin Halvings 2020 abschätzen und verstehen möchte, muss die grundsätzlichen Fakten zu diesem Ereignis verinnerlicht haben. Diese sind besonders für Bitcoin Trader Relevant. Wer sich auf dem Gebiet Bitcoin Software weiterbilden möchte kann diese Bitcoin Trader Erfahrungen lesen.

Fakt Nr. 1: Ein Bitcoin Halving findet alle 4 Jahre statt.

Warum ausgerechnet alle 4 Jahre? Weil 4 Jahre 2.100.000 Minuten sind, und 2.100.000 Minuten entsprechen 210.000 Blöcken, da durchschnittlich alle 10 Minuten ein neuer Block gemined wird. Per Definition findet alle 210.000 Blöcke das Bitcoin Halving statt. Das letzte mal geschah das im Juli 2016.

Fakt Nr. 2: Halving bedeutet, dass der Block Reward halbiert wird.

Die Produktion von BTC wird also auf 50% gedrosselt. Beim Bitcoin Halving 2020 wird der Block Reward von 12,5 auf 6,25 BTC reduziert.

Fakt Nr. 3: Das Bitcoin Halving ist eine Form von Quantitative Hardening, während die aktuelle Geldpolitik Quantitative Easing betreibt.

Den Begriff des “Quantitative Hardening” prägte der Blockstream CEO Adam Back am 02. April 2020. Es handelt sich also um einen jungen Begriff, im Gegensatz zum “Quantitative Easing”, das seit jeher als finanzpolitisches Tool in Krisenzeiten eingesetzt wird. Zu den beiden Begriffen später mehr.

Die große Frage: Ist der Bitcoin-Markt effizient?

Aber wie wird der Bitcoin Kurs nun auf das Halving reagieren? Hier scheiden sich die Geister, denn am Kapitalmarkt prallen an dieser Stelle zwei Philosophien aufeinander:

Philosophie Nr. 1: Märkte sind effizient.

Diese Philosophie vertreten Anhänger der sogenannten Markteffizienzhypothese. Die Idee: Alle zur verfügbar stehenden Informationen fließen sofort in den Marktpreis ein – sie werden “eingepreist”. Da jeder Marktteilnehmer weiß, dass das Bitcoin Halving im Mai stattfindet, wird das Halving also kaum Einfluss auf den Kursverlauf nehmen.

Philosophie Nr. 2: Märkte sind nicht effizient.

Die Anhänger dieser Philosophie verweisen insbesondere auf die Historie der Bitcoin Kursentwicklung. Nach den Halvings 2012 und 2016 erfolgte beide Male ein stark bullisher Verlauf.

Was das Bitcoin Halving so besonders macht: QE contra QH

Was die Zentralbanken in Coronazeiten betreiben, ist “Quantitative Easing”, kurz “QE”. QE ist seit jeher ein finanzmarktpolitisches Instrument zur Krisenbekämpfung, wobei, vereinfacht gesprochen, frisches Geld gedruckt wird. Im Unterschied zu früher muss das Geld heutzutage jedoch nicht mehr physisch gedruckt werden, sondern kann digital “erschaffen” werden. Sinn macht das aber erst, wenn das frische digitale Geld anschließend dem Wirtschaftskreislauf zugeführt wird. Die Zentralbanken tun dies, indem sie im großen Stil Staatsanleihen aufkaufen – in der Folge fallen die Zinsen in der Realwirtschaft, Unternehmen beschaffen sich billiges Geld in Form von Krediten, die Wirtschaft wird angekurbelt.

Das Bitcoin Halving hingegen tut das Gegenteil: es stellt eine Form von “Quantitative Hardening” (nach dem Blockstream CEO Adam Back), kurz “QH”, dar. Wie oben bereits angesprochen, wird beim Bitcoin Halving die BTC Menge halbiert – das Angebot schrumpft. Bitcoin ist also ein knappes Gut – und knappe Güter gelten als hervorragender Inflationsschutz.